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Mwanza und Bukoba

Ich bin tatsaechlich in Mwanza gewesen! Ich habe ja nicht geglaubt, dass das klar geht, aber ja, es ging klar! Vom 23.6 bis zum 8.7 waren Ferien. Heute auch noch, weil kein Kind auftauchte. Erst wollte ich nicht weg, dann doch, nur habe ich niemanden gefunden, der mit mir mitfaehrt. Alleine fand ich bloed. Allerdings am 23.6 stand es dann. Am 24.6 wuerde ich nach Dar fahren und von dort aus nach Arusha um am Dienstag mit Fanny und Tamino weiter nach Mwanza zu fuhren. Das Ticket nach Dar kriegen war nicht so einfach, aber alles klappte und zwei Tage spaeter traf ich die beiden in Arusha. Erstaunlicher weise war ich die Erste, die ankam, obwohl mein Weg der weiteste war. Von Arusha selber habe ich nicht so viel mitbekommen. Nur eines weiss ich, Arusha ist verdammt kalt. Schneefall haette mich nicht verwundert. An diesem ersten gemeinsamen Urlaubsabend haben wir nicht mehr viel getan. Wir waren noch eine Kleinigkeit essen. Wir waren, denke ich, frueh in einem sehr wackligen Bett, schlafen. Der naechste Tag begann frueh mit Aussicht auf eine zwoelf Stunden Busfahrt. Aber wir kamen gut durch. Geteerte Strassen, ein gutes Buch, schoene Aussichten und zwei nette Gespraechspartner und noch dazu einen Fensterplatz. Als wir um etwa 19.30 in Mwanza ankamen hatten wir natuerlich kein Hotel und warteten auf Marisas Antwort ob sie denn eines kennen wuerde. Ausserdem checkten wir die Budgetunterkuenfte im Reisefuehrer. Diese stellten sich allerdings als unzureichend dar und wir fragten unseren Taxifahrer. Er zeigte uns nur noble Hotels die sich ausserhalb unserer Preisklasse befanden. Also sind wir dann in der Innenstadt raus und zu Fuss weiter. Die Strasse hoch und wieder runter, nur fanden wir kein Guesthouse. Endlich erreichte uns Marisas Antwort und wir beschlossen den genannten Hostels gleich nach zu gehen. Natuerlich eierten wir die selbe Strasse zum gefuehlten hundertsden Mal runter. Schlussendlich kamen wir an und hatten ein gutes Hostel zu einem vernuenftigen Preis in guter Lage. Ich hatte echt Spass dabei, auch wenn mein Koffer mich das ein oder andere Mal echt genervt hat und ich nur noch schlafen wollte. Einfach ins Bett. Wir haben ausgeschlafen, dann in Ruhe gefruehstueckt und waehrenddessen unsere Moeglichkeiten ausgecheckt. Campalla? Bukoba? Oder doch was anderes? Schliesslich wurde es Bukoba, da es fuer Campalla zu knapp wurde. Also sind wir zum Hafen und haben Preise und Zeiten geklaert und haben da gechillt und uns die Bismarckrocks angesehen. Wirklich Klasse. In den Lake Victoria habe ich mich sowieso verliebt. Irgendwann, da muss es auch schon 18 Uhr oder so gewesen sein, waren wir was essen und sind dann weiter am Wasser laengs bis zu einem noblem Chinesen. Dort haben wir dann die Zeit totgeschlagen. Ich habe Pool spielen gelernt. Und man – was ein geiles Spiel. Ich weiss gar nicht wie ich es so lange ohne dieses Spiel ausgehalten habe. Auf dem Weg nach Hause haben wir noch eine Kneipe gesehen, in der Fussball uebertragen wurde. Also sind wir da haengen geblieben, bei Pizza und Fruchtplatten. Am naechsten Tag haben wir nicht so lange geschlafen, denn die Tickets mussten gekauft warden. Abends sollte es naemlich auf die Faehre gehen. Uebrigens heisst diese MS Victoria. Nachdem wir die Tickekts hatten, blieb uns noch eine Stunde, bis wir uns mit Annarina treffen wollten. Das traf sich ganz gut und es wurde ausgiebig gefruehstueckt. Die Stunde war schneller um, als ich dachte. So ist das eben, wenn man sich verquatscht. Schnell Annarina anrufen, die sich kurze Zeit spaeter zu uns gesellte. Nachdem wir noch laenger einfach nur gechillt hatten, beschlossen wir irgendwann doch, dass wir etwas tun sollten. Und wo gehen Frauen hin? Natuerlich, auf den Kleidermarkt. Nur um dieses Vorurteil zu bestaetigen ;0) Wir trennten uns und jeder erkundete den Markt. Ich war mit Annarina unterwegs. Es machte Spass die Klamotten anzuprobieren, zu ueberlegen, wie viel Geld man ausgeben wollte. Waehrend des bummelns sties Miri noch zu uns. Der Markt selber war unglaublich riesig, labyrinthartig und voller Kleidung. Staende, Kleiderhaufen, Unterwaesche, Bettzeug. Beinahe alles was aus Textilien besteht, kann man dort finden. Ich haette gut Lust ihn noch einmal zu erkunden und noch viel mehr zu kaufen. Obwohl mit zwei Roecken und Kleidern habe ich eine ganz gute Ausbeute gemacht. Viel spaeter als vereinbart trafen wir uns wieder am Eingang. Es wurde Zeit um was zu essen. Miri und Annarina sagte, sie kennen ein nettes Restaurante. Binti heisst es, und ist supergemuetlich. Das Essen ist auch echt gut. Ich bin ein bisschen neidisch, dass wir so etwas nicht in Masasi haben. Nach einem guten Essen und noch besseren Gespraechen, traf Marisa ein. Mittlerweile war unsere kleine Truppe ganz schoen angewachsen. Fanny und Tamino, mit denen ich unterwegs war und dann noch Annarina, Miri und Marisa. Fast das ganze Zwischenseminar =) Wir nutzten das erneute aufeiandertreffen zum quatschen, ob nun Krankheiten, Witze oder anderes. Langsam wurde es Zeit. Um 21. Uhr sollte schliesslich unsere Faehre gehen und die Anderen wollten sich das Halbfinale ansehen. Die Faehrfahrt an sich war superentspannt. Wir verbrachten die meiste Zeit mit Karten spielen und dem lernen anderer Versionen des Spiels <> Gegen Mitternacht ging ich ins Bett und schlief in dem Sechserzimmer und dem schmalen Bett gut durch. Der Blick auf Bukoba am naechsten Morgen war beeindruckend. Das Wasser, die Berge, das viele gruen und so toll von der Sonne angestrahlt. Und Bukobas erster Eindruck taeuschte nicht. Nach einem gemuetlichen Fruehstueck / ich war noch immer angetan von dem ersten Anblick dieser Stadt, machten wir uns auf die Suche nach einem Hostel. Diesmal lies der Reisefuehrer uns nicht im Stich und das Hostel war wunderbar. Direkt am Victoriasee, mit Strand. Man konnte wunderbar draussen sitzen, was wir auch erstmal in Anspruch nahmen. Wir sassen schon Ewigkeiten dar, bis eine Mama uns bat, dass wir uns einschreiben sollten. Gesagt, getan. Ich konnte noch immer nicht so recht fassen an was fuer einem schoenen Fleckchen Erde ich gelandet war. Schon in Mwanza hatte mir der Geruch des Wassers gut gefallen und mir wurde bewusst wie sehr ich das Wasser vermisse. Doch in Bukoba, direct am Strand war es viel, viel intensiver und wirklicher. Wir zogen los und erkundeten die Stadt. Ich liebe diese Stadt. Du weisst, du bist in einer, du merkst es an den vielen Menschen, weil alles da ist, was man braucht und trotzdem wohnt ihr eine gewissen Ruhe inne und sie hat einen laendlichen Charme. Wirklich bezaubernd. Besonders die huegelige Umgebung, aber vor allem die Ruhe haben es mir angetan. Ich hab mich einfach treiben lassen. Eigentlich schon den ganzen Urlaub ueber, aber in dieser Stadt noch mehr. Noch schooner wird die Stadt durch die alten Kolonialbauten der Englaender. Nachmittags fuhren wir zu Arnold – wir haben ihn auf der Faehre kennen gelernt. Er wohnt ein wenig abgelegen auf einem Huegel. Wirklich schoen. Wir wurden fuer den naechsten Tag zum essen eingeladen. Abends sassen wir noch lange, lange draussen bei Konyagi und Karten. Nun habe ich auch Kanaster gelernt. Wie schreibt man das eigentlich? Ee, Bildungsluecke. Der naechste Morgen ging ganz beschaulich los, mit dem Plan auf das Kamachuma Plateau zu fahren und dort zu picknicken. Wir checkten Moeglichkeiten aus und entschieden uns fuer das Motorrad. Schnell noch Proviant besorgt – Aepfel sind was feines – und auf die Maschinen geschwungen. Schon alleine die Fahrt den Beg hinauf war traumhaft. Der Wind im Haar, die Natur, die Geraeusche, das Gefuehl, welches ich nicht beschreiben kann. Es hat sich gelohnt. Der Ausblick war atemberaubend schoen. Auch die Wartezeiten dank zwei geplatzter Reifen war es wert, definitiv. Und eigentlich war das Warten gar nicht so schlimm. Sondern angenehm, mit den Menschen in Kontakt zu kommen. Leider mussten wir das Abendessen mit Arnold verschieben um zwei Stunden. Es war verdammt gutes Essen, und viel Auswahl. Unglaublich, wie viel Muehe sie sich gegeben haben. Unsere Annanas war als Geschenk mehr als mickrig. Leider waren wir von den langen Motorradfahren mehr als geschafft und einfach nicht mehr in der Lage irgendetwas zu tun ausser da zu sitzen und zu essen. Ich lag zum Schluss gluecklich und zufrieden im Bett des Guesthouses und es haette nicht noch besser werden koennen. Den naechsten Tag verbrachten wir am Strand. Spielen, quatschen, Fotos, im Sand sitzen und Galgenmaennchen spielen, manchmal auch Tic Tac Toe. Diesen einen Tag wirklich nichts zu tun, sondern nur die Seelen baumeln zu lassen. Ein schoener Tag. Der naechste Tag war ebenso ruhig, mit einem letztem Stadtbummel in der Stadt, dem Ticketkauf und der Gewissheit, dass wir in Mwanza bei Annarina unterkommen koennen und auch abgeholt werden. Es folgten ruhige, entspannte Tage, mit lange schlafen, und noch laengeren Abenden und Kartenmarathon. <> und eine menschliche Pyramide. Egal wo wir waren, die Karten waren mit dabei. Im Binti so wie so. Nur auf den Big Rocks nicht. Aber da war es auch windig. Also machte es nichts. Rueckwirkend kann ich sagen, dass ich sehr, sehr dankbar fuer diesen Urlaub bin mit Fanny, Tamino und Annarina, weil ich viel nachgedacht habe, noch mehr erlebt habe und es einfach super gechillt war und ich so, so unglublich stressfrei war. Danke an alle! Und als Schlusswort: Poppt die Dame!

13.7.12 16:55

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